Herzlich willkommen / am 15. 12. 2011 eröffneten wir um 19h die 2. Ausstellung in der Willy-Brandt-Str. 46
Erneut ist es unser Ziel, den magischen Moment einzufangen, an dem Kunst entsteht.
Diese zweite Ausstellung steht unter den Motti Übersetzug und Auflösung, weil wir während unserer ersten Ausstellung hier im Oktober gemerkt haben, dass unser Moment der Begeisterung für die Kunst und die Beweglichkeit in den Ansätzen
sich überträgt auf die Besucher – und da ja nach Duchamp die Nachwelt darüber urteilt, was sich durchsetzt, hatten wie die Idee, dass die Betracher die Kunst aus Ihren Augen holen sollen und haben sie, bzw. euch eingeladen, selber zu schaffen!
Wir benutzen das bereits erprobte Modell eines Kerns von geliebten Vorbildern im ersten Untergeschoß -
zur begrüßung eine gerahmte visitenkarte von arthur köpcke, eine buntstiftzeichnung von andrea tippel, dahinter den gezeichneten workshop von dieter roth und richard hamilton, und, in weiterführung des blickes, eine west-nigerianische holzschnitzfigur zweier schwestern, die, sich rückwärts umarmend, zum zeichen ihrer macht je einen eingerollten
regenschirm tragen;
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DISKURS @ 17/12/2011 von CD |
(Ausführliche deutsche Übersetzung s.u.)
Was heisst Underground?
Ou :
Il ne s’agit pas de critiquer,
mais de voir clair
Oder
Die Überkompensation des Misserfolgs
Ich werde den folgendenden Beitrag von Internationale Surplace selbstverständlich auf Französisch vortragen.
Für eine Übersetzung auf Deutsch, lesen Sie bitte die Rückseite der Postkarte, die Sie im Publikum herum gehen lassen sollen.
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DISKURS @ 03/11/2011 von CD |
Retina und Leichentuch
Vielen Dank für die freundliche Einladung; sie kam einigermaßen überraschend, und weiß Gott, ich habe mich gefragt, in welchem „Untergrund“ ich wohl landen würde, wenn ich sie annehme. Im äußersten Fall könnte ja, wo er von Freunden und Liebenden bevölkert wird, etwas unangenehm Kuscheliges herauskommen, uns etwa mit verspäteter Nestwärme oder dem heimsuchen, was von ihr übrig blieb.
Der Untergrundkämpfer dagegen plakatiert seine Liebschaften und Freundschaften nicht öffentlich. Ebenso wenig stellt er sie mit Namen, Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer ins Internet. Vielmehr hütet er die Tugenden einer Verschwiegenheit, die sein eigenes Incognito und das der anderen wahrt, deren Kampf er teilt. Denn er weiß, dass die Strukturen, die ihn agieren lassen, ins Feld eines öffentlichen Sehens und Gesehen-Werdens nicht rücken dürfen; ja dass sie selbst dem eigenen Auge verborgen bleiben müssen, um ihm und anderen ein Mindestmaß an Sicherheit zu gewähren. Sein chtonisches Medium ist das eines Dunkels, das ihn vor dem Blick anderer wie auch dem eigenen schützt.
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DISKURS @ 18/10/2011 von Dirk Meinzer |
“Art is solving problems that cannot be formulated before they have been solved. The shaping of the question is part of the answer.”
Piet Hein, zitiert nach: Ching, F.D.K., “Architecture: Form, Space & Order”, Van Nostrand Reinhold, New York 1979, S. 10.
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DISKURS @ 26/09/2011 von Isa Maschewski |