MiniAnimism

Kling & Bang, Reykjavik

 25. und 26. Juni 2014

INFOS, PROGRAMM, PHOTOS

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Eröffnung am 25. 6.2014, 18 Uhr

Dauer der Ausstellung: 24 h – Finissage endet am 26.6,, 18 Uhr

PROGRAMM:

Konzerte:

Berglind Agustdottir, Johannes Lotz, Carola Deye, ONandBrrr, Erling T.V. Klingenberg & Kalli 25 u.v.a.

Performances:

Pall Banine & Hafsteinn Mikael, Kristin Mar Palmason u.v. a.

DJs:

DJ Paulina Allmanah, MG Act!on, Brenz Hold u.a.

 

Kling og Bang

Hverfisgata 42 – 101 Reykjavik – Iceland

http://this.is/klingogbang/

Beteiligte KünstlerInnen:

Anna Steinert, Veronika Gabel, Erling T.V. Klingenberg & Kalli 25, Felix Kebs, Berglind Agustdottir, Julia Frankenberg, Gernot Faber, Carola Deye, Anna Hrund/ Kleinurhringur, Haraldur Jonsson, Johannes Lotz, Una Björg Marnusdottir, Katharina Karasjewa, Sandra Poppe, Pall Banine & Hafsteinn Mikael, Silke Silkeborg, ONandBrrr, Jonas Brandt, Paulina Allmanah, Michael Göster, Dirk Meinzer, Marko Mijatovic, David Chieppo, Anke Wenzel, Andrea Tippel, Ingibjorg Sigurjonsdottir, Tillmann Terbuyken, Claus Becker, Fabienne Mueller, Sebastian Zarius, Rakel Gunnarsdottir, Ida Lennartson, Isa Schmidlehner, David Hardy/Suisse Marocain, Ivar Geloi, Fernando de Brito, Heiko Neumeister, Dorota Jurczak, Jin Lie, Verena Issel, Thor Sigurthorsson, Malte Struck, Asdis Sif Gunnarsdottir, Brynjar Helgason, Bergur Thomas Anderson, Mette Thiessen, Oliver Ross, Anna Hartlaub, Sebastian Burdach, Kristin Mar Palmason, Claudia Apel, Thomas Ehgartner, Michael Heering, Katrin Sirru, Peter Klúčik, Malte Urbschat, Philipp Schewe, Tjorg Beer, Peter Stoffel, Franziska Opel, Stefan Pfeiffer, Abel Auer, Marco P. Schaefer, Carl Gross, Henrik Malmström, Dieter Roth, Katja Aufleger, Henning Rogge, Uwe Lewitzky, Goscha Steinhauer, Gylfi Sigurthsson, Dorothy Iannonne, Daniel Tschernich, Emil Sedlák, Christoph Blawert, Tilmann Haffke, Sophie Ernst, Lennart Münchenhagen, Stefan Mildenberger, Arnar Asgeirsson, INDRA, Christian Ertel, Daniela Prochaska, Conni Brinzinger, Philipp Meiers, Nicole Bianchet, Michael Steinhauser, Uwe Lindau, Wolf Pehlke, Urs Stadelmann, Logi Leo Gunnarson, Peter Kamm, Rados Vujaklija, Axel Heil, Jan Sudeck, the Shits, Stefan Mitchell, Jacqueline de Jong, Nicolaas Schmidt, Thomas Lehnerer, Michael Blum u.v.m.

PHOTOS

Photos von der Reise, dem Aufbau, Eröffnung etc. s. –> Photo-Tagebuch, 23.-25/26.Juni 2014

PANORAMA

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Photos: Felix Krebs

 

MiniAnimism
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Das Projekt MiniAnimism Friends&… in Island ist ein künstlerisches Austauschprojekt mit dem isländischen Künstlernetzwerk Kling und Bang in Reykjavik.

Beide Netzwerke werden ihre gemeinsamen Visionen in einen Topf werfen. Eine Wechselausstellung Reykjavik – Hamburg / Hamburg – Reykjavik. Es geht um die  gegenseitige Erforschung künstlerischer Differenzen und Verbindungen. Es geht darum die verlorene Selbstverständlichkeit wiederzugewinnen: die Welt neu zu versammeln, zu befragen, zu bewundern: Wie war es, als Natur und Kunst, das Heimische und das Fremde, das Alte und Neue noch eng befreundet schienen.
Alle KünstlerInnen werden sich als Forschungsreisende in das fremde Land begeben. Die Kling und Bang Galerie wird in eine Höhle und Wunderkammer verwandelt in der Rituale, Diskusionen und Austausch stattfindet und die Artefakte als metabolische Selbstverständlichkeiten den Ausstellungsraum füllen.

Unser Blick auf die Welt wäre ein anderer, hätte der Mensch nicht irgendwann mit dem Sammeln begonnen. Und er hat nicht nur gesammelt, was teuer und kostbar ist, sondern auch das eigentlich Überflüssige, Dinge, die ihm rätselhaft, verwegen, unergründlich erschienen oder einfach nur schön. Ob Bohnenhülsen oder Buchsbaumschalen, Goldkannen, Haifischzähne oder feinste Kameen, alles trug er begeistert hinein in seine Kunst- und Wunderkammern. Um sie zu besitzen, sie staunend zu betrachten – und um sie zu begreifen. Hier kommt die Welt zu Welt. Hier nimmt das unbedingte Wissenwollen seinen Anfang, der Drang nach Erkenntnis und ebenso die Freude am kunstvollen Blödsinn.
Natürlich, das Glitzern und Funkeln gehört dazu. Teure historische Werke in rauen Mengen, dazu das Schaffen der Jungen. All diese Kostbarkeiten werden mitgebracht, wollen gesehen, wollen bewundert werden.
Wir die Sammler raffen alles zusammen, was wir an Habenswertem bekommen und transportieren können und je mehr wir haben, desto größer ist unser Verlangen – je größer es aber wird, desto mehr spüren wir die Vergeblichkeit des eigenen Trachtens. Wer versucht, die Welt umarmend festzuhalten (und nichts anderes heißt ja Sammeln), der wird dem Tantalus gleich lustvoll-verzweifelt daran scheitern.
Wo aber taumelndes Wundern ermöglicht wird, weil gewagt wird und gescheitert wird, weil Grotekes auf Zauberhaftes trifft und Menschen sich als kooperierende Kunstschaffende kennenlernen können, wir Mensch bleiben können, weil wir nicht in den merkantilen Wettbewerb eintreten und beschnüffelnde Tierwerdung erlaubt ist. Wo den Dingen wieder Leben eingehaucht und den Lebenden der Odem durch Verausgabung versagt. Paradigmenwechsel gewünscht, Chaos unvermeidlich, und Island als Insel im Nordatlantik der Ursuppe ohnehin sehr nah.
Aus unsrerm Bemühen spricht das Verlangen, die verlorene Selbstverständlichkeit wiederzugewinnen: die Welt neu zu versammeln, zu befragen, zu bewundern: Wie war es, als Natur und Kunst, das Heimische und das Fremde, das Alte und Neue noch eng befreundet schienen. Und als es die Künstler es noch reizvoll fanden, das Unvergleichliche zu vergleichen.
Darum… auf nach Island

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Friends and Lovers in Iceland, is an artistic exchange project with the Icelandic artist collective Kling and Bang in Reykjavik.
Both networks will make a mélange of their visions. Alternating exhibitions from Reykjavik-Hamburg and Hamburg -Reykjavik.
An artistic exploration of difference and union.
To recover lost implicitness.
To congregate, to question, to marvel.
How was it when nature and art, foreign and local, old and new seemed close?
All artists are explorers of the foreign land.
The Kling and Bang Gallery will substitute a cave and cabinet of wonder in which rituals and discussion and exchange take place, and the artifacts which fill the room are of a metabolic implicitness.

Our view of the world would be a different one, had humans not started gathering. And they didn’t just gather the expensive and precious, but also the essentially superfluous. Things that seemed mysterious, audacious, fathomless, or simply beautiful. Husks from beans, bark from boxwoods, gold pots, shark teeth, or the finest cameos, all of which humans conveyed in to their art and cabinet of wonder.
To own, to marvel at and to understand.
Here, the world is world.
This is where the absolute desire for knowledge begins. The urge for awareness ass well as artful foolishness.
Of course sparkle and twinkle belong. An abundance of expensive historical pieces alongside the craft of the young.
All these treasures will be brought. Want to be seen, want to be admired.
We, the gatherers, hoard all we can get and transport. And the more we have, the greater our demand. Yet, the greater our demand, the more we experience the futility of our longing. Those who attempt to hold on to the world in an embrace, which gathering entails, equal Tantalus and fail in a desperate relish.
Where staggering marvel is made possible, because to dare is to fail. Because the grotesque meets the enchanting and people can meet as artists, to remain people, with no need to engage in mercantile contest – and animalistic inspiration is permitted. Where life is breathed into things and where breath fails the living with energy expenditure. Paradigm changes wanted. Chaos inevitable. And Iceland as an island in the North Atlantic, so close to the primordial soup.
Our eagerness speaks through our efforts. To recover lost implicitness, to congregate, to question, to marvel:
how was it when nature and art, foreign and local, old and new seemed close?
And when artists still found it appealing to compare the incomparable.
Hence: off to Iceland!

There will be no tour, no name tags, and no audio guides, but benches and public bars where all visitors are welcome to get comfortable. To caress the time they have brought along. To have a beer, a cup of tea, to immerse themselves in the art.

 


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