#2: Destillat. Übersetzung / Auflösung

Parkhaus Grosse Reichenstrasse / Willy-Brandt-Straße 46, Hamburg

16. bis 18. Dezember 2011

INFOS, PROGRAMM, PHOTOS DER AUSSTELLUNG, ERÖFFNUNGSREDE:

Donnerstag, 15. 12. ab 19 Uhr

VERNISSAGE

Photos vom Abend…

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Sonntag, 18.12. ab 2o Uhr

YOUNG FRESH AND RELEVANT
journal releaseparty + reading
an ongoing journal of art writing that has no interest in any of the previous adjectives

mehr Infos zum Journal…

 

Öffnungszeiten: 15:00 19:00 Uhr und zu den Veranstaltungen

 

AUSSTELLUNG IM KELLER:

Photos: Fabienne Müller

AUSSTELLENDE:

Tilmann Haffke, Anna Steinert, Jonas Brandt, Tillmann Terbuyken, Verena Issel, Carola Deye, Hans-Christian Saylors, Lennart Münchenhagen, Young Fresh And Relevant, Nora Krüger, Leonie Prieke, Josephine Mc Hardy, Berit Landgraf, Edwina v.d. Wense, Greta Becker, Christian Schildmacher, Anna-Lena Gertig, Ellen Heydemann, Sebastian Rohrbeck, Melissa Blankenburg, Christoph Wüstenhagen, Jonas Harms, Klas Pikull, Asta Els Schleuder, Emina Odzini, Moshtari Hilal, Jasmin Luu, Michael Heering, Felix Schneider, Julian Dahl, Mette Thiessen, Jooris-David Bernhardt, Ida Sara Kristina Lennartson, Tomma Oeljeschlager und andere

 

ERÖFFNUNGSREDE

Herzlich willkommen  / am 15. 12. 2011 eröffneten wir um 19h die 2. Ausstellung in der Willy-Brandt-Str. 46

Erneut ist es unser Ziel, den magischen Moment einzufangen, an dem Kunst entsteht.

Diese zweite Ausstellung steht unter den Motti Übersetzug und Auflösung, weil wir während unserer ersten Ausstellung hier im Oktober gemerkt haben, dass unser Moment der Begeisterung für die Kunst und die Beweglichkeit in den Ansätzen 
sich überträgt auf die Besucher – und da ja nach Duchamp die Nachwelt darüber urteilt, was sich durchsetzt, hatten wie die Idee, dass die Betracher die Kunst aus Ihren Augen holen sollen und haben sie, bzw. euch eingeladen, selber zu schaffen!

Wir benutzen das bereits erprobte Modell eines Kerns von geliebten Vorbildern im ersten Untergeschoß –
zur begrüßung eine gerahmte visitenkarte von arthur köpcke, eine buntstiftzeichnung von andrea tippel, dahinter den gezeichneten workshop von dieter roth und richard hamilton, und, in weiterführung des blickes, eine west-nigerianische holzschnitzfigur zweier schwestern, die, sich rückwärts umarmend, zum zeichen ihrer macht je einen eingerollten 
regenschirm tragen;

die 2 schwestern hängen bereits auf einer selbstgebauten raumarchitektur aus 4 weissen leinwänden, die mittig im betonraum stehend eine zweite schachtel bilden; diese trägt einen interpretierten barnett newman, ein arthur köpcke piece, einen Hasen essenden Löwen a la Delacroix , 1 tomas schmit und 1 postkarte von emmett williams;

Diese ausgeliehenen werke stehen im Dialog mit den zeitgenössischen Künstlern von Friends und ihren Freunden, also den eigenen Werken – in diesem Fall Überarbeitungen / Interpretationen / Wiederauflagen / Fälschungen von z.B.  Sfera di Giornali von Michelangelo Pistoletto, der Poetischen Landkarte von Marcel Broodthaers, 1 gezeichneten holzfrosch am kreuz a la martin kippenberger (ich wollte schon immer gern singen lernen, aber ich habe mich nicht getraut), einem Akt (die Treppe herabsteigend) von Marcel Duchamp, sowie mehreren von chinesischen Kunststudenten angefertigten Kopien eines Werkes von Verena Issel.
Eingebettet wird dieser Reigen in ein Feld von vor Ort gemachten dialogischen Hommagen in Wandmalerei und Skulptur von Hamburger Schülern, (Abend-)Studenten und anderen (Noch-)Amateuren, die genauso wie wir die Kunst lieben, den Ort der Begegnung suchen und finden und uns die Bedeutung der berühmtesten Kunstwerke der Welt machten – Sonnenblumen, Mona Lisas, Seerosen, Guernicas ?! es wurden z.b.: textfragmente von tracey emin, eine mexikanisch-indigene wassernixe, eine von starbugs angefressene audrey hepburn, kippenbergers mddsn (mach dich doch selber nach), ein aus kupferdrähten + messingplatten gelöteter tauchhelm?, der per lichtschranke tom waits vom underground singen ließ;

Zur Begriffsklärung unseres Namens möchte ich kurz auf das Konzept „Underground“ (untergrund), in seiner eigenschaft als  „Boden“, also Erde, eingehen – (mutter)Erde, die Leben spendet und Ort der Bewegung ist: tropfen sickern ein, Samen wandern nach unten, insekten durchkrabbeln sie, Steine werden nach oben getragen.

Dieter Roths Maxime des „ich bin Zeit meines Lebens ein Student der Künste “ und Wittgensteins Ausspruch „nicht versuchen, vom Liebe machen der Kunst zu sprechen, sondern es tun“ ernst nehmend, betreiben wir mit dieser zweiten und letzten Aktion in den Räumen der Willy Brand Strasse 46 eine Art olympische Übergabe der Fackel, eine ausbreitung des momentum, bis zum nächsten Spiel an noch unbestimmtem Ort. 

Neue und alte Formen des Schaffen werden erprobt und experimentell untersucht. 

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt auf das, was geschehen wird.

Tilmann, Tillmann und Dirk
(für Friends and Lovers in Underground)

 

Sponsoren

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Kulturbehörde Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Sprinkenhof AG

Dank an

Corinna Koch, Milo Kroemer,  Marko Mijatovic, Sebastian Rohrbeck, Robert Falckenberg, Olaf Wolters


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