Internationale Surplace & Carola Deye

„Was heißt Underground“ zum Nachlesen bei „Diskurs“

Die plattdeutschen Lieder:

Lütt Matten de Has

Lütt Matten de Has, de makt sich een Spas,
he is an’t studeeren dat danzen to liehren,
un danzt ganz alleen up de achtersten Been.

Keem Reinke de Voss, denkt sich: „Wat een Frass“.
Un segg to Lütt Matten:“So flink up de Patten
un danzt ganz aleen up de achtersten Been?

Komm, lat us tosam’n. Ik kann as de Dam’n.
De Kreih de speelt Fidel, denn geiht dat kandidel
denn geiht dat mol scheen, up de achtersten Been.“

Lütt Matten geev Poot, de Voss beet em doot,
un sett sick in’n Schatten vospiest us lütt Matten,
De Kreih de kreeg een van de achtersten Been.

Lütt Matten der Hase bringt sich aus Spass selber das Tanzen bei. Er tanzt ganz allein auf den Hinterbeinen. Da kommt Reinke der Fuchs, denkt bei sich: „Was für ein Fraß!“ und macht dem kleinen Hasen einen Vorschlag: „So flink auf den Pfoten, tanzt Du hier ganz allein auf den Hinterbeinen? Komm, lass uns zusammen, ich
kann als Dame tanzen. Die Krähe spielt dazu auf der Fiedel, das wird lustig.“
Lütt Matten reicht die Pfote und wird vom Fuchs totgebissen. Der setzt sich in den
Schatten um seine Beute zu verspeisen, der Krähe gibt er eins von den Hinterbeinen ab.

 

Burlala

As Buurlala geboren weer
Dar weer he noch so lütt.
Sien Moder nehm em op den Arm
Un legg em in de Wegg so warm.
Refrain:
Deck mi to, seggt he.
Deck mi to, seggt he.
Deck mi to, seggt Buurlala.

2. As Buurlala na School hen keem,
 Dar weer he noch so dumm. Er wuss nix vun worüm, woaans,
 Verleet sik heel op Hans und Franz.
 Segg mi to, seggt he. . .

3. As Buurlala ranwussen weer,
 Een staatschen Kerl he weer. Sien Haar weer dicht an’n Kopp afschoorn,
 De Kragen reck em bet över de Ohrn.
 Steiht mi goot, seggt he. . .

4. As Buurlala op Posten stund,
 Woll mit sien laden Gewehr. Do keem en Keerl ut Frankriek her,
 wullt weten, wo denn Düütschland weer.
 Ik scheet di doot!, seggt he. . .

5. As Buurlala nu starven wull,
 Ganz musestill he leeg. Sien Öllern stunnen an sien Graff,
 Und wischen sik de Tranen af.
 Weent man nich!, seggt he. . .

6. As Buurlala nu storven weer,
 Bi Petrus klopp he an. 
Och Petrus, leve Petrus mien,
 Ik müch so gern in’n Heven sien.
 Maak mi op!, seggt he. . .

7. As Buurlala in’n Heven weer, De Herrgott spröök to em. Na Buurlala, wo gefallt dat di,
 Hier baven in den Heven bi mi? 
Na, dat geight, seggt he. . .

Das Lied erzählt die Lebensgeschichte von Burlala, vermutlich ein Bauernsohn: er wird in die warme Wiege gelegt, kommt zur Schule, wo er sich lieber vorsagen läßt, ist als junger Mann stolz auf seinen kurzen Haarschnitt und steht mit geladenem Gewehr auf Posten, wo ihm ein Franzose über den Weg läuft, den er bedroht. Kurz darauf liegt Burlala tot im Grab, seine Eltern wischen sich noch die Tränen ab, da macht er sich schon zum Himmel auf und bittet Petrus um Einlass. Als er von Gott befragt wird, wie es ihm denn im Himmel so gefalle, antwortet er auf die ihm typische Weise: „Na, das geht.“


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